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Stephan Schmidt: Die Spiele

★★★★★

Tiefe Einblicke!

Der Asienkenner Stephan Schmidt hat mit „Die Spiele“ einen äusserst fesselnden und faktenreichen Roman geschaffen, der neben in China auch in Afrika und in der ehemaligen DDR spielt. 

Auch wenn die Geschichte auf mehreren Zeitebenen spielt, behält man gut den Überblick. Nach und nach werden die einzelnen Puzzleteile zu einem grossen Ganzen zusammengefügt. Dabei erfährt man auch viel Hintergrund-Informationen zu den speziellen Begebenheiten in den jeweiligen Ländern.  

In einigen Online-Rezensionen wird die Geschichte als etwas überfrachtet bewertet, was ich allerdings nicht so empfunden habe. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn der Schluss einiges an Interpretationen offen gelassen hat.

Inhalts-Beschreibung (Autor/Verlag):

September 2021. In Shanghai tagt das Internationale Olympische Komitee, um die nächsten Sommerspiele zu vergeben. Kurz vor der entscheidenden Abstimmung geschieht ein Verbrechen: Der mosambikanische IOC-Funktionär Charles Murandi wird ermordet in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Aufnahmen einer Sicherheitskamera belegen, dass sich der Journalist Thomas Gärtner zuletzt im Zimmer des Opfers aufgehalten und beim Verlassen Dokumente mitgeführt hat.

Im Verhör will er sich an nichts erinnern können. Für die junge Konsularbeamtin Lena Hechfellner ein heikler Fall: Sie weiss von Gärtners Bekanntschaft mit Murandi, und sie glaubt zu wissen, was in den Dokumenten steht, aber erfahren darf das niemand. So werden alle Beteiligten zu Figuren eines Spiels, dessen Regeln sie nicht kennen. [...] 

Erst nach und nach wird klar, dass der Schlüssel zur Lösung des Falls tief in der Vergangenheit liegt: in einer Zeit, da ein mosambikanischer Vertragsarbeiter in der DDR um seine Zukunft betrogen wurde und an der falschen Person Rache nahm. 

Stephan Schmidt hat einen meisterhaften Roman geschrieben, der weit in die Ferne und zugleich tief in die deutsche Geschichte führt: hochaktuell, fesselnd und faktenreich. 


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